Der LinkedIn Video Feed wurde erst als Reichweiten-Wunder gepusht und dann still wieder abgeschaltet, und genau deshalb ist Video auf LinkedIn aktuell kein verlässlicher, planbarer Wachstumskanal. Ich sehe Video als geeignetes Recycling- und Distributionsformat. Aber baue dir erst ein Fundament aus Blog + KI-SEO, denn das erzeugt langfristige Pull-Effekte über Suchmaschinen und KI-Antwortsysteme, während LinkedIn nur ein Kanal ist, den du leider nicht besitzt.
LinkedIn Video Feed: Wo ist er hin?
In den letzten Monaten ist der LinkedIn Video Feed massiv gepusht worden und wir haben überall gehört, das sei jetzt der sichere Weg zu mehr Reichweite. Offizielle Zahlen zeigten steigende Watchtime und mehr Uploads, also haben viele Creator, Influencer und Unternehmen ihre Content-Planung plötzlich auf Videos auf LinkedIn umgebaut.
Dann kam der Dämpfer, der vielen wehgetan hat: LinkedIn hat den Video Tab erst still und kurz darauf den kompletten Video-Feed wieder abgeschafft, ohne echte Erklärung. Das ist nicht nur ärgerlich, das ist vor allem ein Signal: Plattform-Features sind nicht planbar.
Wenn du dein Wachstum an so ein Feature hängst, hängt deine Sichtbarkeit an einem Schalter, den jemand anders umlegen kann. Und ganz ehrlich: Willst du wirklich, dass deine Leads davon abhängen, ob LinkedIn gerade TikTok spielen will, oder ob der Feed auf dem Desktop wieder anders aussieht?
Warum Video auf LinkedIn aktuell kein verlässlicher Wachstumskanal ist
Wir haben es live gesehen: Viele, die ihren Content auf den Feed optimiert hatten, haben nach der Abschaffung schlagartig Reichweite verloren. Nicht, weil ihre Inhalte plötzlich schlechter waren, sondern weil das Ausspiel-System weg war. Genau hier zeigt sich das Grundproblem: Du baust auf fremdem Grund.
Dazu kommt, dass Video-Performance auf LinkedIn ohnehin unruhig ist. Bei manchen Accounts stagnieren Video-Views lange zwischen 50.000-100.000 Impressionen und springen dann plötzlich, was nach starker Algorithmus-Abhängigkeit aussieht.
Und selbst die Länge macht es nicht planbarer: Offenbar performen Videos zwischen 60-180 Sekunden oft schwächer, während über 3 Minuten teils deutlich besser laufen. Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeit kurz, weil Nutzer mit unter 15 Sekunden eher interagieren. Du merkst schon: Das passende Format ist nicht „relevant“, es ist wechselhaft.
Key Takeaways
Der LinkedIn Video Feed war ein kurzfristig gepushtes Feature und ist als Wachstumshebel nicht verlässlich. Video bringt auf LinkedIn aktuell keine planbare Reichweite, auch wenn es manchmal gut läuft.
Spannend ist: Video wird oft geteilt, aber direkte Interaktion passiert häufig stärker bei Text. Das passt zu Zahlen, die zeigen, dass Vielfalt wichtiger ist als Video allein, auch wenn Video viele Shares bekommt, während Textbeiträge oft näher an der echten Diskussion sind.
Und selbst im Ads-Bereich nutzen nur 49 % überhaupt LinkedIn Videoanzeigen, und nur 24 % davon häufig, was zeigt, dass es selten als stabiler Kernkanal gesehen wird, siehe diese Zahlen. Wenn du 2025 nachhaltig wachsen willst, baue dein Content-System zuerst, und nutze Videos auf LinkedIn nur als effizientes Nebenformat.

| LinkedIn Video Feed: Was du jetzt für deine Reichweite und Leads tun solltest | |||
|---|---|---|---|
| Bereich | Was passiert (Signal) | Risiko für Wachstum | Empfehlung (nächster Schritt) |
| Feature-Volatilität | Der Video-Tab und der Video-Feed wurden erst gepusht und dann wieder abgeschafft. | Reichweite hängt an einem Schalter, den die Plattform jederzeit umlegen kann. | Plane Wachstum nicht um ein einzelnes Plattform-Feature herum; setze auf ein eigenes Content-System. |
| Algorithmus-Abhängigkeit | Video-Performance wirkt sprunghaft: Phasen mit stagnierenden Views, dann plötzliche Peaks. | Kaum planbare Ergebnisse; Optimierung fühlt sich wie Glücksspiel an. | Nutze LinkedIn als Verstärker, nicht als Fundament: Inhalte zuerst außerhalb von LinkedIn stabil aufbauen. |
| Format-Länge | Je nach Zeitraum performen kurze und längere Videos gegensätzlich; eindeutige Regeln fehlen. | Aufwand steigt, ohne verlässliche Korrelation zwischen Länge und Ergebnis. | Produziere Video aus vorhandenem Kern-Content (Blogartikel), statt die Content-Planung am Video auszurichten. |
| Interaktion vs. Verbreitung | Video wird oft geteilt; echte Diskussion und direkte Interaktion entstehen häufig stärker bei Text. | Viele Views können wenig qualifizierte Leads bringen, wenn die Gesprächsebene fehlt. | Kombiniere Formate: Textbeiträge für Tiefe und Dialog, Video für Reichweite und Wiederverwertung. |
| Stabiles Fundament | Blog + SEO liefern konstanten Pull über Suchmaschinen und KI-Antwortsysteme, unabhängig von LinkedIn-Features. | Ohne eigenes Fundament bleibt Wachstum abhängig von Plattform-Entscheidungen. | Baue ein Blog- und SEO-Fundament auf: Inhalte strukturieren, Suchintention bedienen, intern verlinken, regelmäßig aktualisieren. |
| Content-Prozess | Ein funktionierender Ablauf macht Inhalte wiederholbar: Blog → Freebie → E-Mail → Angebot. | Ohne Prozess verpufft Reichweite, weil kein klarer nächster Schritt existiert. | Definiere pro Content-Stück ein Ziel und eine Conversion: Leadmagnet, Newsletter-Abo oder Terminbuchung. |
| Video als Nebenformat | Video ist am stärksten als Distribution: Kernaussagen aus Artikeln, Posts und Clips ableiten. | Wer Video zum Kern macht, trägt das volle Plattform-Risiko plus Produktionsaufwand. | Erstelle zuerst den Artikel, dann: 1–2 Textposts, 1 Karussell-Idee, 2–4 Kurzclips, jeweils mit klarer Handlungsaufforderung. |
| Merksatz für 2025 | Baue dein Wachstum auf Blog und SEO auf und nutze LinkedIn als Verstärker: so bleibt dein Leadfluss stabil, auch wenn Features kommen und gehen. | ||
Statistiken zu LinkedIn und Social Media in der DACH-Region
- LinkedIn-Nutzerzahlen in der DACH-Region schwanken stark: 28 Millionen (Okt. 2025), 19 Millionen, 18 Millionen (2022), 16 Millionen – DACH-Region.
- In Deutschland: 7,4 Millionen monatlich aktive Nutzer (Q2 2025), 6,8 Millionen aktive User (KW44/24, +20% Wachstum YoY) – In Deutschland.
- In der Schweiz: 4,9 Millionen LinkedIn-Nutzer (Anfang 2025), Facebook dominiert Traffic mit 65% – In der Schweiz.
- LinkedIn-Reichweite wächst unvorhersehbar: Videoaufrufe sinken bei schlechter Qualität, reduzieren Views und Interaktionen in einem Teufelskreis – LinkedIn-Reichweite.
- DACH-Internetnutzer verbringen > 1 Std. 20 Min. täglich in Social Media; in der Schweiz nutzen 52% Social Media (höchster Wert in DACH) – DACH-Internetnutzer.
- LinkedIn in der EU: 54,7 Millionen monatlich aktive Nutzer (Q2 2025), aber TikTok überholt mit 25,7 Mio. in DE, 2,5 Mio. in AT, 2,2 Mio. in CH – LinkedIn EU.

FAQ: Häufige Fragen rund um LinkedIn Videos, Videofeed und Karussells
Kann man auf LinkedIn Videos posten?
Ja, du kannst auf LinkedIn ganz normal Videos posten, entweder als Beitrag im Feed oder teilweise auch als Teil von Artikeln und Unternehmensseiten. In der Praxis ist das Hochladen meist unkompliziert, solange Format und Dateigröße passen und deine Verbindung stabil ist. Wichtig ist eher die strategische Frage: Soll Video bei dir das Fundament sein oder nur ein Format unter mehreren? Nach allem, was wir in den letzten Monaten gesehen haben, ist Video auf LinkedIn ein Bonus, aber selten der verlässlichste Wachstumstreiber.
Wenn du wenig Zeit hast, lohnt es sich, Video wie ein Verstärker zu nutzen: Du nimmst einen starken Blogartikel oder eine klare These und machst daraus ein kurzes, gut verständliches Video. So hängt deine Sichtbarkeit nicht daran, ob LinkedIn gerade Video stärker ausspielt oder ein Feature wieder verändert. Genau das ist der entscheidende Punkt: Du brauchst ein Content Fundament, das auch ohne LinkedIn funktioniert. Dann kann Video ruhig mitlaufen, ohne dass du davon abhängig bist.
Was ist ein Videofeed?
Ein Videofeed ist im Grunde ein eigener Bereich innerhalb einer Plattform, in dem Nutzer fast nur Videos angezeigt bekommen, oft in einer endlosen Liste. Du kennst das Prinzip von Formaten, die stark auf schnelle Aufmerksamkeit und kontinuierliches Weiterschauen setzen. Auf LinkedIn war das eine Zeit lang besonders sichtbar, weil es einen Video Tab und eine stärker video-lastige Ausspielung gab. Das Ziel dahinter ist klar: mehr Watchtime und mehr Video-Uploads.
Das Problem ist nur, dass so ein Videofeed ein Plattform-Feature ist, das du nicht kontrollierst. LinkedIn hat diesen Bereich erst still zurückgefahren und dann wieder abgeschafft, und viele haben das direkt in ihren Zahlen gemerkt. Wenn du dein Marketing an so einen Feed hängst, hängt dein Ergebnis an einem Schalter, den jemand anders umlegt. Deshalb ist es schlauer, wenn du die Substanz bei dir behältst, zum Beispiel über Blog und SEO, und den Videofeed nur als Zusatzchance siehst.
Warum kann ich mein Video nicht auf LinkedIn posten?
Wenn dein Video auf LinkedIn nicht hochlädt, liegt es oft an ganz banalen Dingen: Dateiformat, Dateigröße, eine wackelige Internetverbindung oder ein Browser, der gerade zickt. Manchmal hängt es auch am Gerät, zum Beispiel wenn die App nicht aktuell ist oder der Upload im Hintergrund abbricht. Auch die Länge oder Auflösung kann eine Rolle spielen, wenn dein Video technisch „zu schwer“ ist. Bevor du ewig suchst, lohnt es sich, einmal systematisch die Basics zu prüfen.
Praktisch hilft meistens: App oder Browser aktualisieren, Cache leeren, das Video neu exportieren (zum Beispiel mit etwas geringerer Bitrate) und es noch einmal probieren. Wenn du über eine Unternehmensseite postest, solltest du außerdem prüfen, ob du wirklich die richtigen Rechte hast. Und dann gibt es noch den Faktor, den viele unterschätzen: LinkedIn testet und verändert ständig Dinge, und manchmal funktionieren Features für einzelne Accounts kurzzeitig schlechter. Genau deshalb ist es wichtig, dass dein Content nicht nur „in LinkedIn steckt“, sondern du ihn auch außerhalb davon nutzbar hast, zum Beispiel als Blogartikel mit SEO.
Wie erstelle ich ein Karussell bei LinkedIn?
Ein LinkedIn Karussell erstellst du in der Regel, indem du ein mehrseitiges Dokument hochlädst, das LinkedIn dann als blätterbares Format anzeigt. Der Klassiker ist eine PDF-Datei mit mehreren Seiten, die du wie einen normalen Beitrag als Dokument auswählst und hochlädst. Inhaltlich funktioniert es am besten, wenn jede Seite eine klare Botschaft hat und der Leser sofort versteht, worum es geht. Denke an ein Karussell wie an eine Mini-Präsentation: ein starker Einstieg, klare Schritte, ein sauberes Fazit.
Wenn du es effizient machen willst, recycelst du dafür deinen bestehenden Content, zum Beispiel aus einem Blogartikel. Du nimmst die Kernaussagen, machst daraus 6 bis 10 Seiten und baust eine klare Reihenfolge auf, damit es nicht wie zusammengewürfelt wirkt. Das passt auch gut zu einer stabilen Strategie: Blog als Quelle, LinkedIn als Distribution. So musst du nicht ständig neue Inhalte erfinden, sondern nutzt das, was ohnehin schon Substanz hat.
Fazit: Reichweite auf LinkedIn ist volatil, ein eigenes Content-System bleibt stabil
Der LinkedIn Video Feed war ein kurzfristig gepushtes Feature – und genauso schnell wieder verschwunden. Das zeigt vor allem eins: Plattform-Features sind nicht planbar. Wenn dein Wachstum daran hängt, kann sich deine Sichtbarkeit jederzeit verändern, obwohl deine Inhalte gleich gut bleiben.
Ein stabileres Fundament entsteht, wenn du Blog und SEO als Basis nutzt und LinkedIn (inklusive Video) als Distribution behandelst. Besonders effizient wird das, wenn du Marketing-Automatisierung mit Künstlicher Intelligenz einsetzt: zum Beispiel für Themenrecherche aus echten Suchanfragen, das Ableiten von Content-Clustern, das Erstellen von Entwürfen und Gliederungen, das Aktualisieren bestehender Artikel sowie das Umwandeln eines Blogbeitrags in mehrere LinkedIn-Posts und kurze Video-Skripte. So baust du ein System, das weniger von Launen eines Feeds abhängt und trotzdem kontinuierlich neue Berührungspunkte schafft.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, kannst du dir bei Techwanderer ein kostenloses Erstgespräch oder Analysegespräch sichern: Hier kostenlos starten und unverbindlich sprechen. Du bekommst weitere Informationen, eine Einschätzung zu deinem aktuellen Setup und klare nächste Schritte, wie du Content, SEO und KI-gestützte Automatisierung sinnvoll zusammenbringst.
